Vom Reparaturwerk zur Clubmeile

Jeder, der sich schonmal ein bisschen mit Berlin beschäftigt hat, weiß um die doch recht bewegte Vergangenheit meiner Stadt: Von der Teilung zur Wiedervereinigung bis hin zur "In"-City, als die sie heute von vielen bezeichnet wird. Da verwundert es wenig, dass noch einige Überbleibsel aus jenen Tagen zu finden sind, die -insbesondere mein Kiez- zu etwas ganz Besonderem machen. Eines davon bildet das ehemalige Reichsbahnausbesserungswerk in der Revaler Straße, was vermutlich die Meisten nur unter der Abkürzung RAW kennen.

Der -mittlerweile gekennzeichnete- Eingang führt über eine breite Treppe mit recht verwahrlosten Stufen. Unten angekommen erwartet den Feierhungrigen ein recht großzügiges Gelände mit Clubs der unterschiedlichsten Musikstile (u.a. Cassiopeia, Suicide Circus, Astra). Für Liebhaber der elektronischen Tanzmusik bietet das Suicide einen wahren Mekka-Tempel mit open-end-parties von Mittwoch bis Sonntag. Hip Hop und Reggae stehen hingegen auf dem Club-Programm des Cassiopeia, wobei an Donnerstagen auch Rockmusik gespielt wird. 

Wer sich nicht gern in das Nachtleben Berlins stürzen mag, kann auch zum allsonntaglichen Trödelflohmarkt vorbeischauen. Außerdem finden in regelmäßigen Abständen Workshops (siehe Internetseite http://www.raw-tempel.de/) oder auch Künstlerausstellungen statt.

Ein Besuch auf diesem denkwürdigen Gelände, das nach wie vor soviel Charme und Einzigartigkeit ausstrahlt, ist definitiv empfehlenswert: egal, ob als Nachtaktiver, historisch-Interessierter, Schnäppchenjäger oder Kunstliebhaber .

20.8.13 10:19

Letzte Einträge: ... ein bisschen grün im Kiez, Für ein paar Stunden im Urlaub, Capital Beach oder Kapital Beach?!, Mäßiger L.U.X. (us), Fern(k)östliches im Westen der Hauptstadt

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